Wie Sie die schädlichen Auswirkungen von Zucker auf Ihre Zähne mindern können

Kekse, Kuchen, Bonbons und Limonaden – überall locken Süßigkeiten und führen Sie und Ihre Kinder in Versuchung. Die Auswirkungen des Zuckers auf Ihre Zähne mag zwar nicht unmittelbar spürbar sein, aber zu viel Zucker kann zu Karies führen, wenn Sie nicht aufpassen. Hier erfahren Sie, wie Zucker der Zahngesundheit Ihrer Familie schaden kann und wie Sie dem vorbeugen.

Säureangriffe

Wenn Sie zuckerhaltige Speisen essen oder trinken – raffiniert, verarbeitet oder in Form von Kohlenhydraten – schaffen Sie den perfekten Nährboden für Karies. Die Bakterien in Ihrem Mund verdauen die von Ihnen verzehrten Speisen und machen sich insbesondere über Zucker her. Dadurch bilden sich Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Karies verursachen. Je mehr zuckerhaltige Speisen oder Getränke Sie im Laufe des Tages essen, desto mehr sind Ihre Zähne kariesverursachenden Säuren ausgesetzt.

Eine vernünftige Ernährung

Was können Sie tun, um Ihre Familie vor solchen Säureangriffen zu schützen? Zucker ganz aus der Ernährung Ihrer Familie zu streichen, ist kaum realistisch, da die meisten Nahrungsmittel irgendeine Form von Zucker oder Stärke enthalten. Sie können die Zuckermenge, die Sie und Ihre Familie konsumieren, trotzdem kontrollieren und die Zeit, die Ihre Zähne insgesamt bakteriellen Säuren ausgesetzt sind, reduzieren. Beachten Sie folgende Ernährungstipps:

  • Ernähren Sie sich ausgewogen und essen Sie möglichst viel Getreide, Obst, Gemüse, Eiweiß und fettarme Milchprodukte.

  • Lesen Sie die Zutatenliste und achten Sie auf „versteckten“ Zucker.

  • Schränken Sie Snacks zwischen den Mahlzeiten nach Möglichkeit ein.

  • Vermeiden Sie zuckerhaltige Nahrungsmittel, die lange im Mund verbleiben, wie zum Beispiel harte, klebrige oder zähe Süßigkeiten.

  • Stellen Sie gesunde Snacks in Form von Käse, Obst, Joghurt und zuckerfreiem Kaugummi bereit.

  • Verschieben Sie zuckerhaltige Speisen ans Ende einer Mahlzeit oder direkt vors Zähneputzen, statt sie über den Tag verteilt zu essen.

  • Trinken Sie Wasser anstelle von zuckerhaltigen Limonaden und Fruchtsäften.

 

Eine gute Mundhygiene ist die beste Verteidigung

Indem Sie Ihre Zähne nach dem Essen gründlich putzen, entfernen Sie zuckerhaltige Speisereste und vorhandene Bakterien von Ihren Zähnen. Und wenn Sie zusätzlich einmal pro Tag Zahnseide verwenden, erhalten Sie auch saubere Zahnzwischenräume – gerade dort können sich Bakterien wunderbar verstecken. Benutzen Sie in Ihrer Familie fluoridhaltige Zahnpasta, um ihre Zähne zusätzlich zu stärken und sie in Zukunft noch widerstandsfähiger gegen schädliche Säuren zu machen.

Vorbeugung und Früherkennung

Vereinbaren Sie für Ihre Familie regelmäßige Kontrolluntersuchungen und professionelle Zahnreinigungungen beim Zahnarzt. So können Anzeichen von Karies bereits früh erkannt werden. Die Europäische Akademie für Kinderzahnmedizin empfiehlt, die ersten bleibenden Prämolaren von Kindern so bald wie möglich nach dem Durchbrechen zu versiegeln. Diese dünne Beschichtung dient als Barriere auf der Kaufläche des Zahnes und schützt sie vor kariesverursachenden Säuren. Weitere vorbeugende Maßnahmen bei Kindern sind Fluoridbehandlungen und Lacke.

Dass die meisten Menschen Süßes mögen, steht außer Zweifel. Passen Sie Ihre Ernährung und Zahnhygiene am besten sofort an, damit Sie und Ihre Familie die Auswirkungen von Zucker auf die Zähne nicht gerade dann zu spüren bekommen, wenn Sie mit wichtigeren - und schöneren - Dingen des Lebens beschäftigt sind.

 

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Tipps für eine gesunde Ernährung

  • Stark zuckerhaltige Nahrungsmittel sind eine häufige Ursache für Karies. Wenn Sie diese Nahrungsmittel nur manchmal und nicht jeden Tag essen, schonen Sie Ihre Zähne.
  • Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört eine Vielzahl von Lebensmitteln aus den fünf wichtigsten Lebensmittelgruppen.
  • Wählen Sie nährstoffreiche Snacks wie Käse, rohes Gemüse, Naturjoghurt oder ein Stück Obst.